Katzengetestet
Futter-Test

Kitten richtig füttern: Mengen, Futterplan & die beste Nahrung 2026

01. Februar 2026 4 Min. Lesezeit 658 Woerter
NW

Nina Weber

Katzenbesitzerin seit 12 Jahren

📌 Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf persönlichen Erfahrungen mit drei Katzen, Recherchen und frei zugänglichen Fachquellen. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Ein Kitten zieht ein – und plötzlich stellen sich tausend Fragen. Was darf es fressen? Wie oft? Wie viel? Die richtige Ernährung in den ersten Lebensmonaten legt den Grundstein für ein gesundes Katzenleben. In diesem Ratgeber bekommst du einen kompletten Überblick: vom Welpenfutter über Futtermengen bis zum konkreten Futterplan.

Ab wann frisst ein Kitten festes Futter?

Die Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung beginnt in der Regel mit 3–4 Wochen und sollte mit etwa 8 Wochen abgeschlossen sein. In dieser Phase wird das Futter schrittweise eingeführt:

  • Woche 3–4: Erste Versuche mit breiigem Nassfutter (mit Wasser verdünnt)
  • Woche 5–6: Nassfutter wird fester, Muttermilch nimmt ab
  • Woche 7–8: Vollständig auf festes Futter umgestellt
  • Ab Woche 8: Reguläre Kitten-Nahrung, kein Aufzuchtmilchpulver mehr nötig

Wichtig: Ein Kitten sollte frühestens mit 12 Wochen von der Mutter getrennt werden. In dieser Zeit lernt es soziales Verhalten und wird von der Muttermilch unabhängig.

Kitten-Futter vs. Adult-Futter: Was ist der Unterschied?

Kitten haben einen deutlich höheren Nährstoffbedarf als ausgewachsene Katzen. Spezielles Kitten-Futter ist deshalb kein Marketing, sondern tatsächlich wichtig:

Nährstoff Kitten-Futter Adult-Futter
Protein 35–45 % (TM) 26–35 % (TM)
Fett 18–25 % 10–18 %
Kalorien Höher (Wachstum!) Standard
Calcium 1,0–1,6 % 0,6–1,0 %
DHA (Omega-3) Besonders wichtig (Gehirnentwicklung) Optional

Merke: Kitten-Futter bis zum 12. Lebensmonat füttern, dann langsam auf Adult-Futter umstellen.

Wie oft füttern? Der Futterplan nach Alter

Alter Mahlzeiten pro Tag Menge pro Mahlzeit Gesamt ca.
8–12 Wochen 5–6x 15–25 g 100–150 g/Tag
3–4 Monate 4–5x 25–35 g 120–175 g/Tag
4–6 Monate 3–4x 35–50 g 150–200 g/Tag
6–9 Monate 3x 50–70 g 150–210 g/Tag
9–12 Monate 2–3x 60–100 g 180–250 g/Tag

Tipp: Bei Kitten gilt: Lieber zu viel anbieten als zu wenig. Junge Katzen regulieren ihre Futteraufnahme in der Regel gut selbst. Erst ab ca. 6 Monaten solltest du die Mengen bewusster steuern.

Nassfutter, Trockenfutter oder beides?

Nassfutter ist auch bei Kitten die bessere Wahl – vor allem wegen des hohen Feuchtigkeitsanteils. Die Nieren junger Katzen sind noch in der Entwicklung und profitieren von ausreichend Flüssigkeit.

Unsere Empfehlung:

  • 80 % Nassfutter als Hauptnahrung
  • 20 % Trockenfutter als Snack zwischendurch oder zum Kauen (gut für die Zahnentwicklung)
  • Immer frisches Wasser bereitstellen

Die besten Kitten-Futtermittel im Überblick

Premium-Nassfutter für Kitten

  • MjAMjAM Kitten: Hoher Fleischanteil (über 65 %), getreidefrei, mit Lachsöl für DHA. Sehr gut verträglich
  • Catz Finefood Kitten: Monoprotein-Sorten verfügbar, ideal bei empfindlichem Magen
  • Animonda Vom Feinsten Kitten: Solide Qualität zum fairen Preis
  • MAC’s Kitten: Deutsche Herstellung, 70 % Fleischanteil, ohne Zucker

Spezielles Kitten-Trockenfutter (ergänzend)

  • Applaws Kitten: 80 % Hühnchen, getreidefrei
  • Orijen Kitten: Biologisch artgerecht, hoher Proteinanteil
  • Josera Kitten: Deutsche Marke, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Worauf du beim Kauf achten solltest

Die gleichen Qualitätskriterien wie bei Adult-Futter gelten auch für Kitten-Futter:

  • Fleisch an erster Stelle der Zutatenliste (nicht „tierische Nebenerzeugnisse“)
  • Mindestens 60 % Fleischanteil
  • Kein Zucker, kein Karamell, kein Getreide
  • Offene Deklaration: Einzelne Fleischsorten werden benannt
  • Zusatz von Taurin: Essenzielle Aminosäure für Katzen, muss enthalten sein
  • DHA (Omega-3): Wichtig für die Gehirn- und Augenentwicklung

Häufige Fehler bei der Kitten-Fütterung

  • Kuhmilch geben: Die meisten Katzen sind laktoseintolerant – Kuhmilch verursacht Durchfall. Nur spezielle Katzenmilch oder Aufzuchtmilch verwenden
  • Adult-Futter zu früh: Kitten brauchen den höheren Nährstoffgehalt mindestens bis zum 12. Monat
  • Nur Trockenfutter: Zu wenig Feuchtigkeit und oft zu viele Kohlenhydrate
  • Zu schnelle Futterumstellung: Neues Futter immer über 5–7 Tage einschleichen (25 % → 50 % → 75 % → 100 %)
  • Reste vom Tisch: Gewürztes Essen, Zwiebeln, Knoblauch und Schokolade sind giftig für Katzen

Umstellung auf Adult-Futter: Ab wann?

Ab dem 10.–12. Lebensmonat kannst du schrittweise auf Adult-Futter umstellen. Kastrierte Katzen neigen danach zu Gewichtszunahme – passe die Futtermenge entsprechend an.

Übergangsplan (2 Wochen):

  • Tag 1–3: 75 % Kitten + 25 % Adult
  • Tag 4–7: 50 % / 50 %
  • Tag 8–10: 25 % Kitten + 75 % Adult
  • Tag 11–14: 100 % Adult

Mein Fazit: Als Felix als kleines Kitten bei uns einzog, habe ich aus Unwissenheit anfangs normales Adult-Futter gefüttert – ein Fehler, den ich erst nach dem Tierarzt-Besuch bemerkt habe. Seitdem achte ich penibel auf spezielles Kitten-Futter mit hohem Proteinanteil und ausreichend DHA. Die Investition in gutes Kitten-Futter zahlt sich langfristig durch eine gesunde, vitale Katze aus.

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NW

Nina Weber

Katzenbesitzerin seit 12 Jahren

Seit Milo 2014 bei mir eingezogen ist, beschaeftige ich mich intensiv mit artgerechter Katzenernaehrung. Mit Luna und Felix kamen weitere Herausforderungen dazu: Milo ist waehlerisch, Luna frisst alles, Felix hat eine Futtermittelallergie. Drei Katzen, drei komplett verschiedene Beduerfnisse.

🐱 Milo (seit 2014) 😺 Luna (seit 2018) 🐈 Felix (seit 2021)
⚕️
Tierarzt-Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine professionelle tieraerztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Problemen wende dich bitte an deinen Tierarzt.

📌 Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf persönlichen Erfahrungen mit drei Katzen, Recherchen und frei zugänglichen Fachquellen. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Ein Kitten zieht ein – und plötzlich stellen sich tausend Fragen. Was darf es fressen? Wie oft? Wie viel? Die richtige Ernährung in den ersten Lebensmonaten legt den Grundstein für ein gesundes Katzenleben. In diesem Ratgeber bekommst du einen kompletten Überblick: vom Welpenfutter über Futtermengen bis zum konkreten Futterplan.

Ab wann frisst ein Kitten festes Futter?

Die Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung beginnt in der Regel mit 3–4 Wochen und sollte mit etwa 8 Wochen abgeschlossen sein. In dieser Phase wird das Futter schrittweise eingeführt:

  • Woche 3–4: Erste Versuche mit breiigem Nassfutter (mit Wasser verdünnt)
  • Woche 5–6: Nassfutter wird fester, Muttermilch nimmt ab
  • Woche 7–8: Vollständig auf festes Futter umgestellt
  • Ab Woche 8: Reguläre Kitten-Nahrung, kein Aufzuchtmilchpulver mehr nötig

Wichtig: Ein Kitten sollte frühestens mit 12 Wochen von der Mutter getrennt werden. In dieser Zeit lernt es soziales Verhalten und wird von der Muttermilch unabhängig.

Kitten-Futter vs. Adult-Futter: Was ist der Unterschied?

Kitten haben einen deutlich höheren Nährstoffbedarf als ausgewachsene Katzen. Spezielles Kitten-Futter ist deshalb kein Marketing, sondern tatsächlich wichtig:

Nährstoff Kitten-Futter Adult-Futter
Protein 35–45 % (TM) 26–35 % (TM)
Fett 18–25 % 10–18 %
Kalorien Höher (Wachstum!) Standard
Calcium 1,0–1,6 % 0,6–1,0 %
DHA (Omega-3) Besonders wichtig (Gehirnentwicklung) Optional

Merke: Kitten-Futter bis zum 12. Lebensmonat füttern, dann langsam auf Adult-Futter umstellen.

Wie oft füttern? Der Futterplan nach Alter

Alter Mahlzeiten pro Tag Menge pro Mahlzeit Gesamt ca.
8–12 Wochen 5–6x 15–25 g 100–150 g/Tag
3–4 Monate 4–5x 25–35 g 120–175 g/Tag
4–6 Monate 3–4x 35–50 g 150–200 g/Tag
6–9 Monate 3x 50–70 g 150–210 g/Tag
9–12 Monate 2–3x 60–100 g 180–250 g/Tag

Tipp: Bei Kitten gilt: Lieber zu viel anbieten als zu wenig. Junge Katzen regulieren ihre Futteraufnahme in der Regel gut selbst. Erst ab ca. 6 Monaten solltest du die Mengen bewusster steuern.

Nassfutter, Trockenfutter oder beides?

Nassfutter ist auch bei Kitten die bessere Wahl – vor allem wegen des hohen Feuchtigkeitsanteils. Die Nieren junger Katzen sind noch in der Entwicklung und profitieren von ausreichend Flüssigkeit.

Unsere Empfehlung:

  • 80 % Nassfutter als Hauptnahrung
  • 20 % Trockenfutter als Snack zwischendurch oder zum Kauen (gut für die Zahnentwicklung)
  • Immer frisches Wasser bereitstellen

Die besten Kitten-Futtermittel im Überblick

Premium-Nassfutter für Kitten

  • MjAMjAM Kitten: Hoher Fleischanteil (über 65 %), getreidefrei, mit Lachsöl für DHA. Sehr gut verträglich
  • Catz Finefood Kitten: Monoprotein-Sorten verfügbar, ideal bei empfindlichem Magen
  • Animonda Vom Feinsten Kitten: Solide Qualität zum fairen Preis
  • MAC’s Kitten: Deutsche Herstellung, 70 % Fleischanteil, ohne Zucker

Spezielles Kitten-Trockenfutter (ergänzend)

  • Applaws Kitten: 80 % Hühnchen, getreidefrei
  • Orijen Kitten: Biologisch artgerecht, hoher Proteinanteil
  • Josera Kitten: Deutsche Marke, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Worauf du beim Kauf achten solltest

Die gleichen Qualitätskriterien wie bei Adult-Futter gelten auch für Kitten-Futter:

  • Fleisch an erster Stelle der Zutatenliste (nicht „tierische Nebenerzeugnisse“)
  • Mindestens 60 % Fleischanteil
  • Kein Zucker, kein Karamell, kein Getreide
  • Offene Deklaration: Einzelne Fleischsorten werden benannt
  • Zusatz von Taurin: Essenzielle Aminosäure für Katzen, muss enthalten sein
  • DHA (Omega-3): Wichtig für die Gehirn- und Augenentwicklung

Häufige Fehler bei der Kitten-Fütterung

  • Kuhmilch geben: Die meisten Katzen sind laktoseintolerant – Kuhmilch verursacht Durchfall. Nur spezielle Katzenmilch oder Aufzuchtmilch verwenden
  • Adult-Futter zu früh: Kitten brauchen den höheren Nährstoffgehalt mindestens bis zum 12. Monat
  • Nur Trockenfutter: Zu wenig Feuchtigkeit und oft zu viele Kohlenhydrate
  • Zu schnelle Futterumstellung: Neues Futter immer über 5–7 Tage einschleichen (25 % → 50 % → 75 % → 100 %)
  • Reste vom Tisch: Gewürztes Essen, Zwiebeln, Knoblauch und Schokolade sind giftig für Katzen

Umstellung auf Adult-Futter: Ab wann?

Ab dem 10.–12. Lebensmonat kannst du schrittweise auf Adult-Futter umstellen. Kastrierte Katzen neigen danach zu Gewichtszunahme – passe die Futtermenge entsprechend an.

Übergangsplan (2 Wochen):

  • Tag 1–3: 75 % Kitten + 25 % Adult
  • Tag 4–7: 50 % / 50 %
  • Tag 8–10: 25 % Kitten + 75 % Adult
  • Tag 11–14: 100 % Adult

Mein Fazit: Als Felix als kleines Kitten bei uns einzog, habe ich aus Unwissenheit anfangs normales Adult-Futter gefüttert – ein Fehler, den ich erst nach dem Tierarzt-Besuch bemerkt habe. Seitdem achte ich penibel auf spezielles Kitten-Futter mit hohem Proteinanteil und ausreichend DHA. Die Investition in gutes Kitten-Futter zahlt sich langfristig durch eine gesunde, vitale Katze aus.